Berlin, 19.10.2022, von Daniel Hofmann, THW

Fluthilfe-Medaille 2021: THW Einsatzkräfte feierlich geehrt

Bonn/Berlin. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat gestern in Berlin neun Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) mit der Einsatzmedaille „Fluthilfe 2021“ ausgezeichnet. Darunter auch ein Helfer des Suhler Ortsverbandes.

Stellvertretend für die 17.000 THW-Helferinnen und -Helfer, die seit dem 14. Juli 2021 zur Menschenrettung und beim provisorischen Wiederaufbau der Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern im Einsatz waren, wurden am Mittwoch neun ehrenamtliche THW-Helfer aus allen acht Landesverbänden ausgezeichnet. Die Ministerin würdigt damit den wochenlangen Einsatz der Ehrenamtlichen nach Starkregen „Bernd“: „Den Einsatzkräften bei der Fluthilfe 2021, ganz besonders den Helferinnen und Helfern des Technischen Hilfswerks, danke ich von Herzen für ihre herausragende Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Solidarität. Sie haben angepackt und geholfen, als tausende Menschen die wohl schlimmsten Stunden ihres Lebens erlebt haben. Auch wenn uns die Flutkatastrophe und der Wiederaufbau noch lange beschäftigen werden, blicken wir auch auf beeindruckende Aufbauleistungen, Zusammenhalt, gegenseitige Anteilnahme und Unterstützung – durch Menschen wie die heute ausgezeichneten, die über sich hinausgewachsen sind.

Mit dabei war auch Janek Greifzu. Insgesamt fast vier Wochen war der Suhler Helfer in verschiedenen Funktionen im Ahrtal im Einsatz – soviel wie kein anderer im Landesverband Sachsen, Thüringen. Aus diesem Grund durfte er die Fluthilfe-Medaille am gestrigen Mittwoch in Berlin von Bundesinnenministerin Nancy Faeser entgegennehmen.

Anlass genug, um noch einmal auf das erlebte zurückzublicken. „Am meisten ist mir das Chaos in Erinnerung geblieben: Übereinandergestapelte Autos; Wohnmobile, Kleidung, Decken und noch viel mehr hing überall in den Bäumen – dazu der Geruch von Leichen“, schildert Greifzu seine Erinnerungen. „Als wir im Tal angekommen sind war es stock finster, zuerst war kein Mensch unterwegs. Als wir durch einen Tunnel gefahren sind, in dem nicht einmal mehr die Notbeleuchtung ging, kahmen die ersten Vorahnungen auf, was hier zuvor passiert ist – eine bedrückende und beängstigende Situation.“

Doch so schlimm die Situation vor Ort auch war, es gab auch Lichtblicke für den jungen Suhler Helfer: „Als wir zuerst am Nürburgring angekommen sind war die komplette Halle voll mit Spenden, das war echt beeindruckend. Ebenso beeindruckt hat mich der Zusammenhalt vor Ort. Das war eine ganz andere Form der Solidarität als ich sie vorher kannte.“ Und auch die Einsatzkräfte selbst hat dieser Einsatz zusammengeschweißt: „Wir sind als Team sehr stark zusammengewachsen. Einer hat dem anderen geholfen, Kameradschaft wurde dort sehr großgeschrieben: Wir haben zusammengesessen, über das erlebte gesprochen und zusammen gelacht. Niemand wurde alleine gelassen.“


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